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Give-aways als echte Umsatz-Booster


Hör auf, Werbemüll zu verteilen: So machst Du aus Give-aways echte Umsatz-Booster

Werbeartikel sind kein nettes Extra, sondern können ein messbares Vertriebswerkzeug sein – wenn Du sie strategisch einsetzt statt wahllos zu verteilen. In diesem Artikel zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du aus Give-aways echte Umsatz-Booster machst.


1. Klarer Plan statt „irgendwas mit Logo“

Bevor Du den ersten Kugelschreiber bestellst, brauchst Du ein klares Ziel – sonst wird jeder Artikel automatisch zum Streuartikel. Ein guter Werbeartikel erfüllt immer eine Aufgabe im Funnel: Aufmerksamkeit, Leadgenerierung, Qualifizierung oder Bindung.

Stelle Dir vor jeder Aktion diese Fragen:

  • Was ist das konkrete Ziel?

    • Zufriedene Mitarbeiter?

    • Mehr qualifizierte Leads?

    • Ein Termin beim Vertrieb?

    • Höhere Wiederbestellrate?

    • Bindung von Bestandskunden?

  • Wen will ich genau erreichen (Rolle, Branche, Use Case)?

    • Mitarbeiter?

    • Bestandskunden?

    • Neukunden?

  • Welche Aktion soll der Artikel auslösen?

  • QR-Code scannen

  • Einfach nur Freude machen

  • Landingpage besuchen

  • Gutschein einlösen

  • Demo buchen

Je genauer Du das definierst, desto leichter wählst Du Produkte, die nicht im Schrank oder Müll verschwinden, sondern die Menschen in Bewegung bringen.

2. Das richtige Produkt für die richtige Zielgruppe

Der gleiche Werbeartikel kann für die eine Zielgruppe Gold wert und für die andere komplett nutzlos sein. Entscheidend ist, wie gut er in den Arbeitsalltag und Kontext Deiner Wunschkunden passt.

Achte bei der Auswahl auf:

  • Nutzungsfrequenz
    Je öfter Dein Artikel im Alltag genutzt wird, desto öfter wird Deine Marke wahrgenommen.
    Beispiele: hochwertige Notizbücher, Schreibtisch-Tools, Tech-Zubehör für Remote Work.

  • Relevanz für die Rolle

    • Vertrieb und Außendienst: mobile, praktische Artikel (Powerbanks, Autozubehör etc.).

    • HR und Office: Desk-Items, Onboarding-Boxen, Wohlfühl-Themen.

  • Markenfit & Wertigkeit
    Das Produkt soll sich so anfühlen wie dein Angebot: eher „Premium“, „innovativ“, „bodenständig“ – je nach Positionierung. Ein billiger Wegwerfartikel ist wie eine schlechte Visitenkarte.


3. Give-aways immer mit klarem Call-to-Action verknüpfen

Der größte Hebel für Umsatz: Dein Werbeartikel braucht einen eindeutigen nächsten Schritt – sonst bleibt er eine nette Geste ohne Effekt.

Mögliche Call-to-Actions:

  • QR-Code auf dem Artikel

    • führt auf eine dedizierte Landingpage für Messe-Leads

    • führt zu einem exklusiven Content (Checkliste, Whitepaper)

    • führt zur Terminbuchung mit dem Vertrieb

  • Gutschein oder Bonus

    • „Sichere dir 10% auf Dein erstes Projekt“

    • „Gratis Strategie-Call mit diesem Code buchen“

  • Gamification

    • Rubbelfelder, Codes, kleine Gewinnspiele, bei denen E-Mail-Adressen oder Meetings generiert werden.

Wichtig: Der CTA (Call to Action) muss leicht umsetzbar, klar kommuniziert und zielgruppengerecht sein – idealerweise in einem Satz auf dem Produkt oder auf einer beiliegenden Karte erklärt.


4. Give-aways in Kampagnen einbetten (statt isoliert verteilen)

Werbeartikel wirken am stärksten, wenn sie Teil einer durchdachten Kampagne sind und nicht als Einmal-Aktion nebenher laufen.

Beispiele, wie du Artikel sinnvoll einbettest:

Messe-Kampagne

  • Vor der Messe: Postmailing mit kleinem Teaser-Artikel + Einladung zum Stand.

  • Auf der Messe: hochwertiger Artikel nur für qualifizierte Gespräche (gegen Scan, Termin, Demo etc.).

  • Nach der Messe: Follow-up-Paket an A-Leads mit personalisiertem Geschenk, wie ein Kugelschreiber mit dem gravierten Namen des Besuchers.

Account-Based Marketing (ABM)

  • Kleine, sehr gezielte Pakete an Schlüsselkunden oder Wunsch-Accounts.

  • Artikel + personalisierte Karte + klarer Call-to-Action (z.B. Workshop-Anfrage, Demo-Termin).

Onboarding & Customer Success

  • Willkommensbox für Neukunden mit Artikeln, die den Start mit deinem Produkt erleichtern.

  • QR-Codes zu Tutorials, Support, Community etc. – so unterstützt der Werbeartikel deinen Customer-Success-Prozess.

So zahlt jeder Artikel sichtbar auf Deine Marketing- und Vertriebsziele ein.

5. Messen, was wirklich Umsatz bringt

Ohne Messung weißt Du nicht, ob Du Werbeartikel als Investment oder als Kostenfaktor behandeln solltest. Schon mit einfachen Kennzahlen kannst Du schnell erkennen, was sich lohnt.

Sinnvolle Metriken:

  • Anzahl gescannter QR-Codes / besuchter Landingpages

  • Anzahl neu generierter Leads durch eine Aktion

  • Quote: Give-away → Termin → Angebot → Auftrag

  • Durchschnittlicher Umsatz pro Kampagne im Verhältnis zu den Artikel- und Kampagnenkosten

Mit diesen Zahlen kannst Du:

  • schlechte Artikel aussortieren

  • Budgets auf erfolgreiche Aktionen konzentrieren

  • intern deutlich leichter begründen, warum hochwertige Werbeartikel sich lohnen.


Fazit

Give-aways werden erst dann zu Umsatz-Boostern, wenn Du sie wie ein Vertriebsinstrument behandelst: mit klaren Zielen, passenden Produkten, starkem Call-to-Action, durchdachter Einbettung in Kampagnen und sauberer Messung. Wenn Du diese Schritte beherzigst, verteilst Du keinen Werbemüll mehr, sondern investierst ganz bewusst in Beziehungen, Leads und Abschlüsse.


Autor: Dr. Bartholomäus Winkler
Ist Gründer und Geschäftsführer von greenaways. Der Autor beschäftigt sich seit 2014 mit der Frage, wie Werbeartikel im B2B nicht nur nett aussehen, sondern wirklich etwas bewirken – für Marken, Mitarbeiter und Kundenbeziehungen.